Newsletter 7/2017 vom 16. Februar 2017

Der Autor Kurt Marti ist am 11. Februar 2017 im Alter von 96 Jahren in Bern gestorben. "Er war einer der bedeutendsten Schweizer Lyriker der zweiten Jahrhunderthälfte, dazu Erzähler, Essayist, Kolumnist, Tagebuchschreiber, Prediger – und ein Mentor: seinen Einfluss auf die jungen Autoren der 60er- bis 80er-Jahre kann man gar nicht hoch genug einschätzen", so der Verlagsleiter von Nagel & Kimche, Dirk Vaihinger. Dort sind auch seine "Leichenreden" erschienen. Und da Marti sich darin gegen die gängigen Abschiedsrituale, gegen gut gemeinte Worte und tröstende Phrasen verwehrt, verabschieden wir uns einfach mit einem seiner eigenen Gedichte:

was kommt nach dem tod?
    nach dem tod
    kommen die rechnungen
    für sarg begräbnis und grab

was kommt nach dem tod?
    nach dem tod
    kommen die wohnungssucher
    und fragen ob die wohnung erhältlich

was kommt nach dem tod?
    nach dem tod
    kommen die grabsteingeschäfte
    und bewerben sich um den auftrag

was kommt nach dem tod?
    nach dem tod
    kommt die lebensversicherung
    und zahlt die versicherungssumme

was kommt nach dem tod?


Inhalt

1.   Januar-Umsatzzahlen Mässiger Start ins neue Jahr
2.   Schweizer Buchpreis 2017 Ausschreibung zur 10. Ausgabe
3.   Neues Leseförderungsprojekt in Bern Bücher-Gotten und Bücher-Göttis gesucht
4.   Sich einen Korb geben lassen Valentinstagaktion bei Orell Füssli
5.   Papeterie Krebs Auf Wachstum in Interlaken
6.   GfK Entertainment verleiht neuen Schweizer Autorenpreis an Philipp Gurt
7.   Buchhandlung Klappentext initiiert neues Lesefest in Weinfelden
8.   Literaturfestival Luzern Neue Website und Programm aufgeschaltet
9.   Bücher in den Medien

 

1.  Januar-Umsatzzahlen Mässiger Start ins neue Jahr

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wies der Deutschschweizer Buchhandel einen Umsatzrückgang von 3.3 Prozent aus – dies bei einem Verkaufstag mehr (Details dazu hier). Von den grossen Warengruppen verzeichnet einzig die Belletristik ein leichtes Plus. Für das Minus unter dem Strich sorgen die weiterhin unterdurchschnittlichen Verkaufszahlen, minus 5.6 Prozent gegenüber Januar 2016. Bei den Editionsformen sind es vor allem Taschen- und Hörbücher, die die Absatzzahlen nach unten ziehen. Immerhin entwickeln sich im Vergleich zum Vorjahr die Preise positiv (plus 2.4 Prozent). Die von GfK-Entertainment erhobenen repräsentativen Zahlen für den Deutschschweizer Buchmarkt erfassen die Kassenumsätze im stationären Handel als auch im Online-Geschäft (inkl. Amazon), aber nicht die Rechnungsgeschäfte. Die Daten von Orell Füssli fehlen in diesem Jahr und werden hochgerechnet.

 



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