Newsletter 30/2018 vom 16. August 2018

Im Moment laufen mit "Der Buchladen der Florence Green" und "Deine Juliet" gleich zwei Filme in Schweizer Kinos, in denen das Buch im Mittelpunkt steht. Der Buchladen oder eben der Lesekreis bieten jeweils einen Hort der Freundschaft, des Vertrauens, der Bildung. Und selbst in einem Thriller wie "The Equalizer II", so wurde mir berichtet, kommt der Buchhandel vor und werden Bücher verschenkt: Denzel Washington überreicht seinem Nachbarsjungen das Buch "Zwischen mir und der Welt" von Ta-Nehisi Coates.

Gehen Sie auf Buch- und Symbol-Suche und geniessen Sie also einen der Filme im klimatisierten Kino. Oder warten Sie bis 2020, und schauen dann die Romanverfilmung von "Die schöni Fanny" an.


Inhalt

1.   Deutscher Buchpreis Longlist Drei Schweizer nominiert
2.   Orell Füssli Zahlen Buchhandel stabil, Verlagsgeschäft rückläufig
3.   Hogrefe Verlag mit neuer Kinderbuchreihe
4.   Bravo Studie: Generation Z Medienprofis auf allen Kanälen
5.   Di schöni Fanny kommt ins Kino
6.   Kooperation BZ und BOD Einfache Bereitstellung von Einzeltiteln
7.   E-Book-Markt im ersten Halbjahr 2018 100-Millionen-Euro-Grenze geknackt
8.   Ausschreibung Young Talents II Junger Branchennachwuchs gesucht
9.   Schweizer Erzählnacht Alle können mitmachen
10.   Bücher in den Medien

 

1.  Deutscher Buchpreis Longlist Drei Schweizer nominiert

Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2018 stehen fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

 

Jurysprecherin Christine Lötscher (freie Kritikerin): "Die Lage der Welt scheint den deutschsprachigen Autorinnen und Autoren auf den Nägeln zu brennen: Wie ist die Welt zu dem geworden, was sie heute ist? Wie hängt alles zusammen, und welche Geschichten lassen sich darüber erzählen? Ihre Romane versuchen diese Fragen in der ganzen poetischen Tiefe auszuloten, indem sie ihre Figuren als Reisende, Suchende oder Vertriebene ihre Vergangenheit und Gegenwart erkunden lassen. Die Vielfalt der literarischen Formen hat die Jury begeistert: Es gibt grosse historische, aber auch verspielt fantastische Weltentwürfe, ebenso wie Texte, die eine radikale Reduktion der Perspektive suchen, bis auf den Nullpunkt des Erzählens. Angesichts dieses Reichtums und vieler überraschender Entdeckungen ist die Longlist auch eine Einladung der Jury, dieses grosse Spektrum zu erkunden."

 

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):




  • Carmen-Francesca Banciu, Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! (PalmArtPress, März 2018)

  • María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)

  • Maxim Biller, Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)

  • Susanne Fritz, Wie kommt der Krieg ins Kind (Wallstein, März 2018)

  • Arno Geiger, Unter der Drachenwand (Carl Hanser, Januar 2018)

  • Nino Haratischwili, Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)

  • Franziska Hauser, Die Gewitterschwimmerin (Eichborn, Februar 2018)

  • Helene Hegemann, Bungalow (Hanser Berlin, August 2018)

  • Anja Kampmann, Wie hoch die Wasser steigen (Carl Hanser, Januar 2018)

  • Angelika Klüssendorf, Jahre später (Kiepenheuer & Witsch, Januar 2018)

  • Gert Loschütz, Ein schönes Paar (Schöffling & Co., Februar 2018)

  • Inger-Maria Mahlke, Archipel (Rowohlt, August 2018)

  • Gianna Molinari, Hier ist noch alles möglich (Aufbau, Juli 2018)

  • Adolf Muschg, Heimkehr nach Fukushima (C.H.Beck, Juli 2018)

  • Eckhart Nickel, Hysteria (Piper, September 2018)

  • Josef Oberhollenzer, Sültzrather (Folio, März 2018)

  • Susanne Röckel, Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)

  • Matthias Senkel, Dunkle Zahlen (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2018)

  • Stephan Thome, Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)

  • Christina Viragh, Eine dieser Nächte (Dörlemann, Februar 2018)





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