Newsletter 29/2018 vom 09. August 2018

Berufskrankheit, die Sie wahrscheinlich alle kennen: In jedem Urlaub, in jeder fremden Stadt muss man den lokalen Buchhandel erkunden. In Seattle war das für mich die "Elliot Bay Book Company" im hippen Stadtteil Pike/Pine (dazu auch mehr in der nächsten Ausgabe des "Schweizer Buchhandels"). Dort kam ich mit der erfahrenen und engagierten Buchhändlerin Karen Maeda Allman, die unter anderem auch in der Jury für den National Book Award sitzt, ins Gespräch. Über indigene US-Literatur, Self-Publishing und natürlich Amazon.

Sie legte mir den Titel "Nomadland: Surviving America in the Twenty-First Century" (W. W. Norton & Company, 2017) der Journalistin Jessica Bruder ans Herz, der über das Phänomen der sogenannten "Workampers" berichtet: Tausende Amerikaner im Rentenalter haben ihr Leben seit der Krise in 2007/2008 auf die Strasse verlegt und hausen in ihren Campern auf RV-Parks zwischen Kentucky und Idaho. Viele Firmen haben diese Gruppe als billige und flexible Arbeitskraft für sich entdeckt. Unter anderem natürlich auch Amazon. Wenn Sie mehr über dieses Phänomen erfahren wollen, lesen Sie Meldung 2.


Inhalt

1.   Branchenmonitor Buch Schweiz Julihitze drückt auf Umsatz
2.   Amazon CamperForce Fragwürdiger Einsatz von Saisonarbeitskräften von Amazon & Co
3.   Kanton Zürich hat Werk- und Anerkennungsbeiträge in der Literatur verteilt
4.   Drei Fragen an ... Ramona Früh von lauschig
5.   Kindermedienstudie aus Deutschland Kinder wollen Abwechslung
6.   Ausschreibung Young Talents II SBH sucht junge Branchentalente
7.   Will Eisner Preis für Kochen mit Kafka
8.   Stipendienprogramm der Buchmesse Junge Übersetzer gesucht
9.   Bücher in den Medien

 

1.  Branchenmonitor Buch Schweiz Julihitze drückt auf Umsatz

Der Umsatz im Deutschschweizer Buchhandel lag im Juli 6.7 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Kumuliert liegt der Buchhandel dank des realtiv stabilen ersten Halbjahres bei -1.6 Prozent. Wieder war im Juli der Rückgang der verkauften Menge (-9.8 Prozent) ausschlaggebend für das Umsatzminus. Die grössten Umsatzeinbussen verzeichneten laut GfK Entertainment die Belletristik (-8.9 Prozent), Ratgeber (-8.0) und die Warengruppe "Geisteswissenschaften, Kunst, Musik" (-7.1). Die vollständigen Zahlen finden Sie hier.



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