Lukas Bärfuss gewinnt Schweizer Buchpreis 2014

Schweizer Buchpreis zum siebten Mal in Basel vergeben

 

Der Schweizer Buchpreis 2014 geht an Lukas Bärfuss für den Roman „Koala“ (Wallstein Verlag). Bärfuss erhält dafür 30‘000 Franken. Die weiteren Nominierten erhalten je 2500 Franken. Die Preisverleihung fand im Theater Basel vor rund 450 Gästen statt und wurde zum ersten Mal von Radio SRF2 Kultur live übertragen. Die Jury würdigte das Buch von Lukas Bärfuss als „einen autonomen Roman eines gestaltungskräftigen Autors“. Bärfuss verbinde in diesem Buch „auf kühne Weise grosse Themen wie Suizid, Kolonialismus und Leistungsideologie“.

„Koala“ ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 80 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat. Die weiteren Nominierten waren: Dorothee Elmiger mit „Schlafgänger“ (Dumont Buchverlag), Heinz Helle mit „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ (Suhrkamp Verlag), Guy Krneta mit „Unger üs“ (Der gesunde Menschen­versand) sowie Gertrud Leutenegger mit „Panischer Frühling“ (Suhrkamp Verlag).

Der Schweizer Buchpreis beabsichtigt mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz eine öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden. Dieses Ziel verfolgen die Initianten des Schweizer Buchpreises, der Verein LiteraturBasel und der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV, seit 2008 mit privaten Mitteln. Inzwischen hat sich der SBP als eine der bedeutendsten literarischen Auszeich­nun­gen der Deutschschweiz etabliert und geniesst Beachtung über die Landesgrenzen hinaus.

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2014 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, welche zwischen Oktober 2013 und September 2014 erschienen sind.

Die Expertenjury für den Schweizer Buchpreis wird regelmässig personell erneuert. Mitglieder der Jury für den SBP 2014 waren: Corina Caduff (Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste und Jury-Sprecherin 2014), Andreas Nentwich (Literaturkritiker und Redaktor Wochenzeitschrift „Sonntag“), Susanna Petrin (Kulturredaktorin bei der „BZ Basel“), Heinrich Vogler (Literaturredaktor Schweizer Radio und Fernsehen SRF) und Ursula Zangger (Filialleiterin Orell Füssli Buchhandlung am Bellevue).

Finanziell unterstützt wurde der SBP 2014 vom Schweizer Bücherbon, der Forlen-Stiftung und Jobst Wagner.

 

Mitteilung vom 24. September 2014

Die fünf Nominierten für den SBP 2014

Lukas Bärfuss, Dorothee Elmiger, Heinz Helle, Guy Krneta und Gertrud Leutenegger sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2014. Der Preis ist mit insgesamt 40‘000 Franken dotiert. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 9. November im Theater Basel statt.

 

Die Nominierten und ihre Bücher:

  • Lukas Bärfuss: „Koala“ (Wallstein Verlag)
  • Dorothee Elmiger: „Schlafgänger“ (Dumont Verlag)
  • Heinz Helle: „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ (Suhrkamp Verlag)
  • Guy Krneta: „Unger üs“ (Der gesunde Menschenversand)
  • Gertrud Leutenegger: „Panischer Frühling“ (Suhrkamp Verlag)

„Die Jury überzeugt hat insbesondere die autonome literarische Gestaltung dieser Romane und die damit verbundene Dringlichkeit des Erzählens“, so die Jury-Sprecherin Corina Caduff. Die Titel der Shortlist repräsentierten die thematische und stilistische Spannbreite der aktuellen deutschsprachigen Schweizer Literatur. Auf der Shortlist vertreten sind sowohl markante Stimmen der jungen Literatur als auch Bücher von bewährten Autoren der mittleren und älteren Generation, darunter ein Dialektroman. Die von der Jury nominierten Titel behandeln unterschiedliche Themen: Es geht um grundlegende anthropologische und zivilisatorische Fragestellungen (Lukas Bärfuss), um explizit politische Gegebenheiten wie Migration und Vertreibung (Dorothee Elmiger), um Bewusstseinsphilosophie und Entfremdung (Heinz Helle), um Anti-Heimeliges im Dialektalen (Guy Krneta), um Begegnungen in Zwischenräumen (Gertrud Leutenegger).
 

Die Termine

Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 9. November, 11 Uhr, im Theater Basel statt (Eintritt frei).

Die nominierten Autorinnen und Autoren werden ihre Bücher zuvor auf einer Lesetour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz präsentieren.

  • 10. Oktober: Frankfurter Buchmesse, SBVV-Stand, 15.00 Uhr
  • 11. Oktober: Frankfurter Buchmesse, SBVV-Stand, 15.00 Uhr
  • 17. Oktober: Yehudi Menuhin Forum, Bern (eine Veranstaltung von B-Lesen), 20.00 Uhr
  • 24. Oktober: Literaturhaus Zürich («Zürich liest‘14»), 20.00 Uhr
  • 29. Oktober: Heine-Haus, Düsseldorf, 19.30 Uhr
  • 30. Oktober: Literarisches Colloquium Berlin, 20.00 Uhr
  • 2. November: Literaturhaus Hamburg im Hotel Wedina, 17.00 Uhr
  • 3. November: Buchhandlung Leporello, Wien, 19.30 Uhr
  • 7. November: Volkshaus Basel (Literaturfestival BuchBasel), Einzellesungen, 17.00 & 18.30 Uhr
  • 8. November: Volkshaus Basel (Literaturfestival BuchBasel), Einzellesungen 12.30, 14.00 & 18.30 Uhr


Der Jury 2014 gehören an:

  • Corina Caduff (Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste und Jury-Sprecherin 2014, neu)
  • Andreas Nentwich (Literaturkritiker und Redaktor Wochenzeitschrift „Sonntag“)
  • Susanna Petrin (Kulturredaktorin bei der „BZ Basel, neu)
  • Heinrich Vogler (Literaturredaktor Schweizer Radio und Fernsehen, neu)
  • Ursula Zangger (Filialleiterin Orell Füssli Buchhandlung am Bellevue, neu)

 

Zahlen und Sponsoren des SBP 2014

Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 30‘000 Franken; die vier andern Finalisten erhalten jeweils 2500 Franken.

Erstmals wird der Schweizer Buchpreis von der Basler Forlen Stiftung unterstützt.

Sponsorpartner ist weiterhin der Schweizer Bücherbon. Die Genossenschaft Schweizer Bücherbon gibt die beliebten Bücherbons heraus, die in mehr als 500 Buchhandlungen in der ganzen Schweiz gekauft und eingelöst werden können.

Ebenfalls unterstützt wird der SBP durch den Mäzen Jobst Wagner.

 

Teilnahme am SBP 2014

53 Verlage insgesamt 80 Titel eingereicht. 31 der teilnehmenden Verlage kommen aus der Schweiz, 15 aus Deutschland und 7 aus Österreich. Von den eingereichten Titeln stammen 51 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 24 werden im Herbst erscheinen und 5 sind bereits seit vergangenem Herbst auf dem Markt.

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis sind von Verlagen eingereichte deutschsprachige literarische und essayistische Werke von Schweizer oder seit mindestens 2 Jahren in der Schweiz lebenden Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2013 und dem 24. September 2014 erschienen sind.


Seit 2008 vergibt der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV zusammen mit LiteraturBasel den Schweizer Buchpreis. Alle bisher ausgezeichneten Bücher wurden zu grossen Publikumserfolgen, ihre Autorinnen und Autoren weit über den literarischen Kreis hinaus bekannt.

Mehr Informationen rund um den Schweizer Buchpreis unter www.schweizerbuchpreis.ch