Newsletter 25/2018 vom 21. Juni 2018

Im nächsten Jahr feiert Orell Füssli sein 500 Jahr-Jubiläum. Teil der Feier: Schon jetzt wird die Eröffnung der 33. Filiale im Festjahr angekündigt (Meldung 2). Auch der mit Gründungsjahr 1488 älteste Verlag der Schweiz, Schwabe, kümmert sich gerade um seine Tradition bzw. seine Zukunft mit dem Zukauf des dagegen recht jungen NZZ Buchverlags (Meldung 1). Und damit schliesst sich der Kreis: die «Zürcher Zeitung» wurde 1780 wiederum im Verlag Orell, Gessner, Füssli & Co. gegründet.


Inhalt

1.   Schwabe AG hat NZZ Libro gekauft Ein Update
2.   Orell Füssli erweitert Filialnetz in Zürich Ab Sommer 2019 an der Europaallee
3.   Landesmuseum Zürich Die Schweiz und ihre Bilderbuch-Klassiker
4.   3 Fragen an ... Christiane Munsberg vom Blauen Sofa
5.   Orell Füssli Verlag Umstrukturierung der Medienarbeit
6.   Ende von oolipo, sobooks und paperC Digitale Entwarnung? Von wegen! – Ein Beitrag von Steffen Meier
7.   Verlage in der Schweiz Jetzt Platz sichern in der dritten Ausgabe der Buchmarkt/SBH-Broschüre
8.   Insolvenz: Franz Hain Verlagsauslieferungen Prolit springt ein
9.   Antiquariat Koechlin in Basel schliesst auf Ende Juni
10.   Melden Sie uns ihre Novitäten Herbstprogramm 2018
11.   BUCH WIEN vom 7. – 11. November 2018 Anmeldung für den Gemeinschaftsstand
12.   Bücher in den Medien

 

1.  Schwabe AG hat NZZ Libro gekauft Ein Update

Wie im letzten Newsletter berichtet, hat die Schwabe AG den Verlag NZZ Libro übernommen. Die drei Verlage Schwabe, Zytglogge und NZZ Libro werden künftig alle von Basel aus gesteuert. NZZ Libro zieht im September nach Basel in die alten Räume der ehemaligen Buchhandlung "Narrenschiff". Allen sieben Mitarbeitern des Buchverlags NZZ Libro wurde ein Übernahmeangebot gemacht: es sind Verlagsleiter, und die Mitarbeitenden in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Lektorat, Herstellung und Vertrieb. Details werden in Einzelgesprächen in den nächsten Tagen geklärt.



Die Fokussierung auf Kernkompetenzen in den Themenbereichen Wirtschaft, Politik und Geschichte und die inhaltlichen Felder Sachbuch und populäre und erzählende Biographie, wird unter dem Dach von Schwabe AG weiter verfolgt. Die NZZ wird künftig in einer neu gegründeten Programmkommission Mitspracherecht haben. Auch die Verbindungen zu NZZ-Journalisten, die häufig im hauseignen Verlag publiziert hatten, soll möglichst aufrechterhalten werden. Ansonsten bleibt einzig der Markenname NZZ Libro bei der NZZ, den die Schwabe AG in Lizenz verwenden darf. Simon Rüttimann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sieht die neue Situation als Chance: "In dem neuen Umfeld können wir unsere Verlagsarbeit fokussiert weitermachen und uns mit den neuen Kolleginnen und Kollegen der anderen Verlage austauschen."



Bereits seit 2015 ist der schweizerisch-deutsche Mediziner Ludwig T. Heuss – Enkel von Theodor Heuss – stiller Teilhaber der Schwabe AG. Nun übergibt Ruedi Bienz, langjähriger Inhaber und Geschäftsführer des Verlagshauses mit einer 500-jährigen Tradition, die Geschäfte schrittweise an Heuss. Seine ärztliche Tätigkeit als Chefarzt am Zürcher Zollikerberg wird Heuss reduzieren. Vermuten lässt sich, dass der Deal mit NZZ Libro über Heuss gekommen ist, der sich stark im liberalen Umfeld engagiert.



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