Schweizer Buchhändler-
und Verleger-Verband

Hilfe bei finanziellen Engpässen infolge Kurzarbeit

Die Covid-19-Krise hat staatliche Unterstützung ausgelöst, unter anderem Kurzarbeitsgelder. Das Kurzarbeitsgeld beträgt 80 % des regulären Lohns. 

Zwar sind die Arbeitgeber angehalten, den Lohn zu 100 % auszubezahlen. Doch dies ist nicht immer möglich, daher kommen während der Kurzarbeit oft nur 80 % des Lohns bei den Mitarbeitenden an. Vor allem bei niedrigen Löhnen kann dies zu dramatischen finanziellen Engpässen führen.

Hier wollen die Unterstützungskasse des SBVV und der Bücherbon helfen. Von Kurzarbeit Betroffene, die während der Kurzarbeit nur 80 % des Lohns ausbezahlt bekommen, können eine einmalige finanzielle Unterstützung beantragen.

Das Antragsformular für ein Gesuch kann hier heruntergeladen werden. Dies kann ausgefüllt an die Unterstützungskasse retourniert werden. Im Formular sind die Voraussetzungen aufgeführt, die für eine Unterstützung erfüllt sein müssen.

Deutsch

Beschreibung Kurzarbeit Hilfe

Formular Kurzarbeit Hilfe

Italiano

Aiuti Covid-19 per chi è stato colpito dal lavoro ridotto

Formulario Italiano - Kurzarbeit Hilfe

Français 

Description Chomage Partiel Aide

Fomulaire chomage partiel aide

(aktualisiert - 17.06.2020 - 10:15)

Das BAG hat per 6. Juni 2020 die Flächenbegrenzung (1 Person pro 10qm) gestrichen

Die Aufhebung der 10qm-Regel bedeutet für die Buchhandlung, dass seit dem 6. Juni weniger strenge Abstandsregeln beim Einkaufen gelten. In sämtlichen Geschäften gilt nun die allgemeine Distanzregel von 2 Metern. Um diese jedoch einzuhalten, müssten jeder Person immer noch mindestens 4qm zur Verfügung stehen. Gemäss dem BAG ist es den Geschäftsbetreibern überlassen, mit welchen Massnahmen sie die Abstandsregel von 2m zwischen den Kunden und Kundinnen sowie dem Personal sicherstellen. Hierbei kann man auf das bis anhin bewährte Tröpfchensystem o. ä., dass nicht zu viele Personen gleichzeitig im Laden sind, zurückgreifen. Daraus lässt sich schliessen, dass es ab sofort keine Beschränkung der Anzahl Kunden gibt, sofern die 2m-Regel eingehalten wird.

[Quelle: https://www.corona-legal.ch]


(aktualisiert - 28.05.2020 - 14:30)

Ab 11. Mai 2020 können Buchhandlungen wieder öffnen. Auf Basis des Muster-Schutzkonzept COVID-19 für Buchhandlungen müssen Sie für Ihre Buchhandlung ein angepasstes betriebliches Schutzkonzept erstellen (Vorlage) und das Personal instruieren.

Das SECO informiert auf der Infoline laufend über aktuelle Beschlüsse.

Für psychologische Soforthilfe haben wir eine Hotline eingerichtet: 0842 30 30 30.

Alle kantonalen Informationsquellen und Kontakte finden Sie in einer graphischen Übersicht.


Seit 11. Mai 2020 können Geschäfte öffnen, die ein Hygiene-Schutzkonzept umgesetzt haben.

Zur Wiedereröffnung braucht es keine vorgängige Bewilligung, das Vorliegen eines Schutzkonzepts und die Einhaltung der Vorschriften wird jedoch durch das Arbeitsinspektorat bei Routinekontrollen überprüft.

Die wichtigsten Punkte aus dem Muster-Schutzkonzept:

  • Organisieren Sie eine Einlasskontrolle. Diese Kontrolle kann manuell oder elektronisch erfolgen.
  • Denken Sie an Kundenstauzonen vor dem Geschäft.
  • Stellen Sie Desinfektionsmittel für Kunden (Eingang) und Mitarbeitende bereit.
  • Richten Sie «Beratungszonen» ein.
  • Halten Sie Ihre Kunden zu bargeldlosem Zahlen an.
  • Auch in den Pausen gilt «Social Distancing».

Mögliche Bezugsquellen von Produkten zur Umsetzung der Corona-Schutzmassnahmen (Desinfektionsmittel und Schutzmasken sind auch in Ihrer Apotheke erhältlich):

Gibt es ein Branchen-Schutzkonzept für den Buchhandel?

  • Ja. Ein Muster-Schutzkonzept steht Ihnen zum Download zur Verfügung. Jeder Betrieb muss dieses entsprechend adaptieren (Vorlage als Word-Dokument) und den Mitarbeitenden kommunizieren.

Wo gibt es das Plakat «So schützen wir uns» zum Download?

Gibt es Abstandsregeln für das Personal?

  • Die 2-Meter-Regel gilt für alle. In Bereichen, wo diese nicht eingehalten werden kann, wird das Tragen von Schutzmasken und vermehrtes Händewaschen empfohlen.

Darf die Kundschaft Bücher anfassen?

  • Ja. Das Blättern in Büchern gilt als unbedenklich. Hygienemassnahmen sind generell zu beachten.

Wieviele Kunden dürfen sich in einer Buchhandlung gleichzeitig aufhalten?

  • Es gilt die Faustregel: 1 Person pro 10m2. Dabei ist die Fläche entscheidend, welche für Kunden zugänglich ist und nicht durch Regale, Büchertische u.ä. verstellt wird.

Kann auch nach Wiederöffnung weiterhin Kurzarbeit geltend gemacht werden?

  • Ja. Entscheidend ist nicht, ob der Laden geöffnet ist, sondern ob das Personal im vertraglich zugesicherten Rahmen beschäftigt werden kann. Kurzarbeit ist zeitlich begrenzt und soll vorallem Kündigungen in vorübergehenden Krisenzeiten minimieren.

Gibt es eine Maskentragpflicht?

  • Nein. Das Tragen einer Schutzmaske ist in der Schweiz zur Zeit nicht obligatorisch. Sie wird empfohlen, wenn die 2-Meter-Regel nicht eingehalten werden kann (z.B. im Kassenbereich, wenn keine Trennscheibe vorhanden).

Darf ich in der Buchhandlung auch wieder Apéros oder Lesungen veranstalten?

  • Das Versammlungsverbot wird ab 6. Juni gelockert. Ab dann dürfen Veranstaltungen bis zu 300 Personen durchgeführt werden, wenn die Abstands- und Hygienemassnahmen eingehalten werden können.

Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie an service@sbvv.ch und wir werden diese FAQ ergänzen.

Der Bundesrat setzt per Donnerstag 26. März 2020 eine Soforthilfe zur Liquiditätsüberbrückung um. Überbrückungskredite bis zu CHF 500'000 (max. 10% des Jahresumsatzes) werden vom Bund vollständig durch Bürgschaften abgesichert. Dieser Überbrückungskredite können bei jeder Hausbank bzw. Postfinance beantragt werden. Die Verordnung und Details zur Vorgehensweise finden Sie hier. Der Zinssatz für die Überbrückungskredite beträgt 0%, bei Krediten über CHF 500'000 ein Satz von 0,5%.

Staatsabgaben: Inkassostellen bei Bund, Kanton und Gemeinden sind beim Einziehen von Staatsabgaben (z.B. Mehrwertsteuer, Akontozahlungen an Ausgleichskasse und Stromrechnung) Kulanz zu zeigen. Verlangen Sie eine Verlängerung der Zahlungsfrist oder vereinbaren Sie Ratenzahlungen. Diese sind zur Zeit ohne Verzugszinsen möglich.

Auch bei Versicherungsprämien lohnt es sich, einen Nachlass oder eine Verlängerung der Zahlungsfrist zu beantragen.

Der Schweizer Bücherbon bietet zinslose Sofort-Darlehen zwischen CHF 5'000 und CHF 10'000 mit einer Laufzeit von 24 Monaten an. Für Anträge oder Fragen wenden Sie sich an schweizer@buchbon.ch

Für Kulturveranstalter gibt es ab sofort eine Ausfallentschädigung. Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat am 6. April 2020 die entsprechenden Informationen veröffentlicht. Wichtig: es wird nicht mehr unterschieden zwischen «gewinnorientierten» Veranstaltern und anderen. Auch Verlage und Buchhandlungen können somit Ausfälle durch abgesagte Veranstaltungen geltend machen. Das BAK hat dazu eine nützliche Orientierungshilfe veröffentlicht, welche Art Gesuch wo gestellt werden muss. Grundlage bildet die neue «COVID-Verordnung Kultur».

NEU: Kurzarbeit kann ab sofort auch telefonisch vorangemeldet werden. Weggefallene Voranmeldefrist und weggefallene Karenztage werden rückwirkend ab Anfang März 2020 berücksichtigt. Maximaldauer beträgt neu sechs Monate!

Kurzarbeit ist nun für alle Arbeitnehmenden möglich, inkl. Auszubildende. Gemäss Information der SECO Hotline können auch arbeitgeberähnliche Personen, Kader und Gesellschafter von GmbHs und AGs Kurzarbeit beantragen, wenn der Betrieb von den bundesrätlichen Massnahmen betroffen ist. Die Kurzarbeit muss vorgängig der entsprechenden Behörde angemeldet werden. Das Formular für die Voranmeldung finden Sie hier zum Download. Es gilt eine verkürzte Anmeldefrist (auf dem Formular sind noch mind. 10 Tage erwähnt). Ausführliche Informationen zur Kurzarbeitsentschädigung auf der Homepage des SECO.

Selbständigerwerbende, Freischaffende und von Quarantänemassnahmen Betroffene haben neu ebenfalls Anspruch auf eine Entschädigung. Das SECO hat eine entsprechende Corona Erwerbsentschädigung (Merkblatt 6.03) publiziert.

Die Miete des Ladenlokals ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Was also tun in Zeiten des Lockdowns? Unabhängige Gutachter kommen inzwischen zum Schluss, dass bei beördlich angeordneter Betriebsschliessung (COVID-19-Verordnung) eine Herabsetzung oder Aussetzung der Miete verlangt werden kann. Die wichtigsten Argumente haben wir in einem Merkblatt zusammengefasst. Dort finden Sie auch eine Anleitung, wie Sie zur Erreichung einer Mietzinsreduktion vorgehen können.

Unabhängig von den rechtlichen Möglichkeiten empfiehlt sich jedoch in jedem Fall Gespräch mit der Vermieterschaft und die Suche nach einer gemeinsamen Lösung.

Unterschreiben Sie keine Vereinbarung, die Sie nicht vollständig und zweifellos verstehen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich unbedingt vor Unterzeichnung von einem Experten des Mieterverbands beraten.

Mustervereinbarungen und Musterbriefe sind auf der SBVV-Geschäftsstelle erhältlich: service@sbvv.ch. Das vom Mieterinnen- und Mieterverband in Auftrag gegebene Gutachten finden Sie hier.

Falls Sie mangels Liquidität den Mietzins nicht mehr überweisen können, müssen Sie den Vermieter unbedingt schriftlich und per Einschreiben über die Situation orientieren und um einen Erlass bzw. Stundung der Miete ersuchen. Der Bundesrat hat inzwischen die Zahlungsfristen auf 90 Tage erhöht.

Noch ist offen, ob der Bund Gelder zur Deckung von Mietzinsausfällen oder zur Zahlung der Miete zur Verfügung stellen wird.

Es ist davon abzuraten, die Miete ohne vorgängiges Gespräch einfach nicht zu zahlen. Sie riskieren damit, eine Abmahnung zu erhalten mit der Drohung, dass ohne Zahlung in neunzig Tagen die Kündigung wegen Zahlungsverzugs komme. Im Falle einer Kündigungsandrohung müssen Sie unbedingt innerhalb der Zahlungsfrist ein Mietzinsherabsetzungsgesuch bei der zuständigen Schlichtungsbehörde einreichen. Lassen Sie sich dafür unbedingt vom Mieterinnen- und Mieterverband beraten.

Sollte der Vermieter den Mietvertrag kündigen, fechten Sie die Kündigung an! Das müssen Sie innert 30 Tagen nach Erhalt der Kündigung oder, wenn Sie die Kündigung mangels Zustellung durch den Postboten bei der Poststelle abholen müssen, innert 30 Tagen ab dem ersten Tag der Abholfrist bei der zuständigen Schlichtungsbehörde tun.

(20.05.20) Leider lassen sich viele Fragen nicht allgemein beantworten. Haben Sie dringende Anliegen im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung, bei betrieblichen Fragen oder im Kontakt mit Behörden, so schreiben Sie uns eine Mail an service@sbvv.ch und wir werden Sie raschmöglichst an eine Fachperson weiterleiten. Telefonisch ist die Geschäftsstelle zur Zeit leider nur sehr eingeschränkt erreichbar.

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