Schweizer Buchhändler-
und Verleger-Verband

Gute Rahmenbedingungen für Buchhandlungen und Verlage

Der SBVV setzt sich für gute kultur- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für den Schweizer Buchhandel ein. Stichworte dazu sind Verlagsförderung, reduzierter Mehrwertsteuersatz für Bücher, Ankaufspolitik von Bibliotheken und Schulen oder aktuell die Revision des Urheberrechtsgesetzes.

Zum zweiten Mal engagierte sich die Buchbranche vom 3. bis 10. Mai in der Woche der Meinungsfreiheit. Initiantin ist der Börsenverein des deutschen Buchhandels. «Mit der zweiten Woche der Meinungsfreiheit haben wir ein wichtiges Zeichen für Frieden und Freiheit in schwierigen Zeiten gesetzt», sagt Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Es fanden knapp 60 Veranstaltungen und Aktionen statt. Die Buchhandlung am Hottingerplatz in Zürich steuerte zwei Buchempfehlungen von Antje Böhme und Fabian Schmid bei.

Um das Thema Meinungsfreiheit weiterzuführen, erschien zudem auf dem YouTube-Kanal des SBVV ein weiterer Beitrag mit Aras Mohamad, Buchhandlung zum Zytglogge in Bern und Anna Ehrensberger, Autorin bei Tize.ch

Grundsätzlich beurteilt der SBVV die Umsetzung der letzten Kulturbotschaften als gelungen. Es ist deshalb sinnvoll, auf Fortsetzung und Kontinuität zu setzen und wo nötig nachzubessern. Die gültige Kulturbotschaft finden Sie online.

Im Zusammenhang mit der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) hat die ProLitteris ihre Website aktualisiert. Die geltenden Regelungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich ebenda.

Die Buchpreisbindung war bis 2012 über Jahrzehnte eines der wichtigsten Anliegen für den SBVV wie auch für seine Mitglieder.

Von der horizontalen Preisbindung in der sog. Marktordnung ist man in der Deutschschweiz im Oktober 1993 zur nach damaligem Ermessen europatauglichen vertikalen Preisbindung übergegangen, wo die Ladenpreise vom Hersteller festgesetzt wurden und die, die sich dran hielten, beliefert wurden.

Mit Verfügung von 1999 stellte die Wettbewerbskommission fest, dass dieser sog. «Sammelrevers» eine unzulässige Wettbewerbsabrede bilde. Die Weko verpflichtete die Lieferanten, ihre Abnehmer ohne Preisbindungspflicht zu beliefern und erklärte die Buchhändler als nicht mehr an diese gebunden. Das führte zu vielen politischen Vorstössen, bis die Buchpreisbindung 2007 schliesslich vor dem Schweizer Bundesgericht scheiterte.

Im Schweizer Parlament nahm die über alle Sprachräume vertretene Idee, die Buchvielfalt mit einer Preisbindung zu erhalten, dennoch Fahrt auf. Dank der Bündelung aller Branchenkräfte gelang einem entsprechenden Buchpreisbindungsgesetz der Durchbruch im Parlament. Dagegen wurde jedoch das Referendum ergriffen.

Das vorliegende Buchpreisbindungsgesetz wurden nach einem intensiven Abstimmungskampf 2012 vom Volk verworfen.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat Leitfaden für die Produktion erstellt um barrierefrei zu publizieren, gemäss dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das am 28.06.2025 in Kraft tritt. 

Papier ist rund um den Globus ein rares Gut geworden. Das trifft auch die Schweizer Buchbranche. Thomas Kramer, Präsident SBVV am 02.05.2022 im Gespräch mit SRF Journalistin Anna Jungen

Es gibt viele Gründe für den Papiermangel, wie der Beitrag im "Schweizer Buchhandel" Nr. 9 2021 zeigt.

Urs Hofmann, Verlagsleiter des AT-Verlags erzählt am 29.08.2021 von den Engpässen im Interview. 

Stellungnahme des Schweizer Buchhändlerund Verleger-Verbands SBVV zum Handel mit umstrittenen und/oder verbotenen Büchern.

Durch Gerichte verbotene Bücher und Medien sowie solche, die wegen rassistischer, menschenverachtender oder gewaltverherrlichender Inhalte auf dem Index der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften geführt sind, bietet der Deutschschweizer Buchhandel nicht an.

Dass trotz interner Kontrollen in der gesamten Lieferkette solche Werke in den Katalogen auftauchen können, ist bei dem riesigen Angebot und den teilweise nicht eindeutigen Verzeichnissen nicht vollständig auszuschliessen. Werden die betroffenen Händler darauf aufmerksam gemacht, sind diese bereit, entsprechende Titel aus ihrem Sortiment zu entfernen.

Hingegen steht der Deutschschweizer Buchhandel aus Überzeugung zum Prinzip: Was nicht verboten ist, ist durch die Meinungsfreiheit geschützt.

Der Buchhandel ist keine Zensurinstanz für umstrittene Werke. Der Buchhandel steht für die Freiheit des Wortes, für die Meinungsvielfalt und die freie politische Debatte in einem demokratischen System. Mit seinem breiten Medienangebot leistet er einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zum gesellschaftlichen Diskurs.

Ob und wie Buchhandlungen mit Titeln, die zwar nicht verboten sind, aber umstrittenes Gedankengut verbreiten, umgehen – ob sie aktiv angeboten oder bestellt werden –, ist dem einzelnen Unternehmen überlassen.

Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV, Stellungnahme, Frühling 2019

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