Schweizer Buchhandels- und
Verlags-Verband SBVV

Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 39/2026 vom 22. Oktober 2026

1. Zürich liest
1. Grosser Andrang bei der Eröffnung

Am Dienstagabend wurde Zürich liest eröffnet. Bis am Sonntag gehen über 260 Veranstaltungen an über 120 Orten in der Stadt über die Bühne. Für Martin Walker ist es die 10. Ausgabe des Festivals unter seiner Führung. Viele erschienen zur Eröffnungsrede von Karosh Taha aus dem Erkerfenster im «Karl der Grossen» hinaus auf den Grossmünsterplatz. Der Auftritt der kurdisch-deutschen Autorin war politisch und feministisch. Kurz erzählte sie auch über ihr Schreiben, und sie meinte, die Erfahrung, die Sprache nicht zu beherrschen und deshalb «auf Deutsch schweigen zu müssen», habe sie zur Schriftstellerin gemacht: «Das deutsche Schweigen kommt dem Gefühl des Schwindelns am nächsten in den beiden Bedeutungen des Worts.» Schwindeln ist das diesjährige Fokusthema. Die ganze Rede ist in der Republik veröffentlicht (hinter der Abo-Schranke: «Noch bleibt uns Zeit zu sprechen».)

SBVV-Geschäftsführerin Tanja Messerli: «Martin Walker dankte zur Eröffnung allen Aktiven in unserer Wertschöpfungskette – mit gutem Grund. Buchhandlungen und Verlage sind der Ursprung des Vereins Zürich liest und bilden einen wichtigen Teil der Grundfesten, an denen immer neue Engagierte weiterbauen. Es ist schön, dabei zu sein, wenn alle einander anspornen!»

Interview mit Martin Walker gestern auf SRF: «Ich glaube nicht, dass man Literatur ‹über-eventisieren› kann»


Weitere Themen:

Karosh Taha hält die Eröffnungsrede zum Erker hinaus. Danach im Gespräch mit Migmar Dolma. Fotos: Lucie Reisinger

Das Krimi-Tram, Teil des interaktiven Programms von «Zürich liest». Foto: Lucie Reisinger

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