Schweizer Buchhandels- und
Verlags-Verband SBVV

Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 15/2026 vom 16. April 2026

3. Wörterseh
3. Vier Fragen an Daniela Welti

12 Jahre lang war Daniela Welti Verlagsassistentin bei Wörterseh in Lachen SZ. Nun verlässt die 39-Jährige, die von Wörterseh-Autor Chris von Rohr liebevoll «Miss Moneypenny» genannt wird, den Verlag am oberen Zürichsee per Ende Juni.

Weshalb verlassen Sie Wörterseh?
Daniela Welti: Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen wird das Verlagsprogramm verkleinert. Das verstehe ich gut, denn Verlegerin Gabriella Baumann-von Arx und ihr Mann Frank sind in einem Alter, wo man beruflich vielleicht gern etwas kürzertritt. Sie sind beide über 60 und haben Kinder und Enkelkinder. Zum anderen ist mein Arbeitsweg ziemlich lang. Ich bin jeweils etwa anderthalb Stunden zwischen meinem Wohnort in Embrach und meinem Arbeitsort in Lachen unterwegs. Auch wenn ich inzwischen zwei Mal pro Woche Homeoffice mache – über die Jahre hinweg hat sich der Weg schon hingezogen. Des Weiteren bin ich mit 39 Jahren in einem Alter, wo man beruflich noch gut neue Wege gehen kann. Für mich fühlt sich der Zeitpunkt für einen Wechsel richtig an.

Was haben Sie vor?
Zuerst stehen zwei Wochen Ferien in Schottland an. Ich war schon einmal in Edinburgh, und es gefiel mir dort sehr gut. Aber ich wollte schon immer mal in die Highlands. Jetzt habe ich endlich die Möglichkeit dazu. Nach meiner Rückkehr überlege ich, was ich tun möchte.

Was reizt Sie denn beruflich?
Ich könnte mir vorstellen, wieder in den Buchhandel zurückzukehren, denn Buchhändlerin ist mein gelernter Beruf. Auch der Verlagsarbeit bin ich nicht abgeneigt. Jedenfalls würde ich wahnsinnig gern weiterhin etwas machen, das mit Büchern zu tun hat. Wenn sich in der Branche nichts ergeben sollte, bleiben Bücher mir trotzdem erhalten – einfach nur noch als Leserin. Freuen würde ich mich auch über ein Tätigkeitsfeld, in dem ich meine Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch und Spanisch einbringen kann. Aber grundsätzlich bin ich für alles offen, was in der Nähe ist.

Weshalb nennt Chris von Rohr Sie Miss Moneypenny?
Chris ist einfach Chris. Er hat für jeden einen Spitznamen. Gaby ist zum Beispiel der Ferrari. Weshalb ich Miss Moneypenny wurde, weiss ich gar nicht so genau. Als er mal bei uns im Verlag war und Hilfe von mir brauchte, kam er plötzlich auf diesen Namen. Und seither bin ich für ihn nicht mehr Daniela, sondern nur noch Miss Moneypenny. Ich glaube, das ist seine Art, Wertschätzung auszudrücken. Als ich unsere Autorinnen und Autoren über meinen Weggang informierte, war er einer der ersten, der reagierte. «Moneypenny, ich bin geschockt! Was tust du denn da? Das geht doch nicht!», schrieb er.

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Daniela Welti, Verlagsassistentin bei Wörterseh in Lachen SZ. Foto: zVg

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