Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 32/2026 vom 03. September 2026
5. Studie an der Uni Basel
5. Forschende untersuchen Leseverhalten
Im Rahmen der Basler Arbeitspapiere zur Soziologie ist das Working Paper Nr. 12 mit dem Titel «Das gelesene Buch. Lesen und Geschmackspräferenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz» erschienen, verfasst von Carolin Amlinger, Luca Keiser, Oliver Nachtwey und Jörg Rössel. Die Publikation ist auf der Website des Soziologie-Instituts der Universität Basel aufgeschaltet und gibt einen Einblick in aktuelles Leseverhalten von Menschen ab 18 Jahren.
Die Studie basiert auf einer standardisierten Online-Befragung von 6427 volljährigen Personen. Erhoben wurden die Daten im Mai und Juni dieses Jahrs in den drei Ländern. Die Auswertung ist deskriptiv angelegt und versteht sich als Sondierung. In ihrem Fazit schreiben die vier Soziologinnen und Soziologen, dass sich die Klage um den Niedergang des Lesens nicht bestätigen lasse, aber auch nicht komplett zurückzuweisen sei. Die Trennlinie sehen sie weniger in der Menge des Gelesenen als in der Frage, ob gelesen wird. Dieselbe Trennlinie zeigt sich auch bei der untersuchten Wirkung des Vorlesens: Bei den Befragten, denen als Kind nie vorgelesen wurde, lesen als Erwachsene 27 Prozent gar nicht, bei denen, denen häufig vorgelesen wurde, sind es nur 8 Prozent. Das gedruckte Buch dominiert in allen Altersgruppen, am stärksten bei den Jüngsten (Seite 9 in der Studie).
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