Schweizer Buchhändler-
und Verleger-Verband

Lehrabschluss 2020 - Prüfungen

Das SBFI hat am 21. April entschieden, dass für die berufliche Grundbildung Buchhändler EFZ/Buchhändlerin EFZ die Variante 3b: Beurteilung durch den Lehrbetrieb schweizweit umgesetzt wird.

Informationen zum Vorgehen und der Bewertungsraster werden den Berufsbildnerinnen und Berufsbildneren bis Ende Mai zugestellt. Richtlinien und Ausführungen finden Sie unter diesem Link und auch hier.


Schweizweit schliessen im Sommer 2020 rund 75'000 Jugendliche ihre berufliche Grundbildung ab. Die nun erzielte Einigung unter den Verbundpartnern der Berufsbildung ermöglicht es ihnen, trotz den Auswirkungen des Corona-Virus ein auf dem Arbeitsmarkt anerkanntes eidgenössisches Fähigkeitszeugnis bzw. ihr eidgenössisches Berufsattest zu erhalten, wenn sie über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Die verbundpartnerschaftlich erarbeitete Lösung trägt den Besonderheiten der Berufsbildung, die eng auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts abgestimmt ist, Rechnung. Ebenso berücksichtigt sie das Gebot der Gleichbehandlung und nimmt Rücksicht auf die Belastung der Betriebe:

  • Prüfung der praktischen Arbeit: Je nach Beruf soll eine praktische Prüfung oder eine Beurteilung der praktischen Leistungen durch den Lehrbetrieb durchgeführt werden. Die im jeweiligen Beruf bzw. Berufsfeld zuständige Organisation der Arbeitswelt beantragt die von ihr bevorzugte Variante für ein schweizweit durchführbares Verfahren. Sie zeigt dabei auch auf, wie die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Die Eingabe wird von einer Expertengruppe der Kantone geprüft und vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) genehmigt. Ist es einem einzelnen Kanton aus epidemiologischen Gründen nicht möglich, für eine berufliche Grundbildung die praktische Prüfung so durchzuführen, wie es die zuständige Organisation der Arbeitswelt vorschlägt, kann er beim SBFI einen Antrag für eine Beurteilung der Leistungen durch den Lehrbetrieb stellen. Das SBFI entscheidet abschliessend.

  • Prüfung der schulischen Ausbildung: Es finden keine Abschlussprüfungen in den Berufskenntnissen und der Allgemeinbildung statt. Die Noten werden aus den Erfahrungsnoten und in der Allgemeinbildung zusätzlich aus der Vertiefungsarbeit berechnet.

Auf Basis der erzielten Lösung wird das WBF dem Bundesrat an einer der nächsten Sitzungen eine entsprechende Verordnung unterbreiten. Darauf gestützt werden die von den Verbundpartnern der Berufsbildung erarbeiteten Richtlinien umgesetzt. Dadurch ist die Durchführung der Lehrabschlussprüfungen bis im Sommer 2020 für die Lernenden in allen Branchen gesichert, so dass die Lehrabgängerinnen und -abgänger anschliessend ihre berufliche Zukunft bestmöglich weiterverfolgen können.

Die Schweizer Berufsbildung ist ein Erfolgsmodell und darf selbstbewusst in die Zukunft blicken.
Damit dies so bleibt, sorgen Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt mit der Initiative «Berufsbildung 2030» gemeinsam für die gezielte Weiterentwicklung.

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