Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 7/2026 vom 19. Februar 2026
9. Social Media für Kinder und Jugendliche
9. Zunehmend Verbote, aber auch freiwillige Abwendung
Bayern 2 berichtet unter dem Titel «Sättigung erreicht?» von einem Trend, dass sich junge Menschen aus «Sehnsucht nach dem echten Leben» von Social Media abzuwenden beginnen. Die Zeit, die sie auf Plattformen wie Instagram oder TikTok verbringen, sank von 2023 bis 2024 in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen, während sie in allen anderen Altersgruppen stagnierte. Fast eine Million Klicks erreicht hat inzwischen das Youtube-Video eines 17-Jährigen mit dem Titel: «Wie 365 Tage ohne Social Media mich verändert haben». (Er brauche einzig noch Youtube, das mache weniger süchtig, sagt er im Beitrag). Der US-Sozialpsychologe Jonathan Haidt gehörte mit seinem Bestseller «Generation Angst», Rowohlt 2024, zu den wichtigen Stimmen zum Thema. Heute würden Kinder durchschnittlich fünf Stunden täglich in Sozialen Medien verbringen. Shitstorms, Gewalt, Pornographie, Fake News – es sei absurd, befand Jonathan Haidt, dass wir unsere Kinder nicht davor schützen würden. Australien und Indonesien haben Soziale Medien für Kinder unter 16 Jahren inzwischen verboten. Frankreich, Spanien und andere Länder der EU denken darüber nach. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am Montag einen Artikel zum Stand der politischen Debatte in Deutschland: «Social Media Verbot für Kids? Wohin sich die Debatte dreht». Neue Zahlen der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigen, dass mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland Soziale Medien wie Instagram, Snapchat oder Facebook «in riskantem oder sogar krankhaftem Ausmass» nutzen (Deutschlandfunk, 17. Februar). Gestern wurde bekannt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz ein Social-Media-Verbot für Minderjährige befürwortet. (Süddeutsche Zeitung, 18. Februar)
Zusammenstellung der ARD-Tagesschau (17. Februar) zum Stand, welche Länder Social Media einschränken und welche kurz davorstehen.
KI-Gipfel in Neu-Delhi: «Macron attackiert Tech-Konzerne», Berliner Zeitung, 18. Februar
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