Schweizer Buchhandels- und
Verlags-Verband SBVV

Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 30/2026 vom 20. August 2026

3. Zukunftsparlament
3. Vier Fragen an Laureen Moschner

Am 19. und 20. Juli fand auf dem Mediacampus Frankfurt das Zukunftsparlament des Börsenvereins statt. Die zweitägige Fortbildung bietet jeweils rund 80 Berufseinsteigerinnen und
-einsteigern eine Plattform, um Fachthemen zu diskutieren und sich zu vernetzen. In mehreren Workshops wurden Themen wie das Publizieren für Mensch und Maschine, die Chancen des Wandels für unabhängige Verlage, Social Media und Community-Aufbau, die Entstehung von Literaturveranstaltungen oder die Produktion von Hörbüchern beleuchtet. Laureen Moschner reiste aus der Schweiz an. Die 37-Jährige arbeitet als Buchprojektleiterin beim Baeschlin-Verlag in Ziegelbrücke (GL).

Welche Erwartungen hatten Sie im Vorfeld an das Zukunftsparlament?
Laureen Moschner:
Ich erhoffte mir einen guten Einblick in die Branche aus verschiedenen Perspektiven. Man hört ja zum Beispiel oft, dass weniger gelesen wird oder Bücher generell einen tieferen Stellenwert haben als früher. Ich wollte von Menschen, die schon länger in Verlagen oder Buchhandlungen arbeiten, wissen, was da eigentlich dran ist und welche Hoffnungen sie für die Zukunft haben. Diese Erwartungen haben sich erfüllt.

Worüber sprachen die Teilnehmenden?
Die Veranstaltung begann mit kleinen Motivationseinschüben, Informationen über verschiedene Verlage und was vom Börsenverein für das Zukunftsparlament geleistet wird. Ich erinnere mich auch an ein interessantes Gespräch mit Führungskräften der Holtzbrinck-Gruppe und des Zeit-Magazins. Wir sprachen darüber, wie mit Künstlicher Intelligenz umgegangen wird und was sie zum Beispiel für die Zukunft von Autorinnen und Autoren bedeutet. Die Teilnehmenden diskutierten darüber hinaus Ideen für einen guten Zusammenhalt der Branche und überlegten, was man alles tun kann, um sich miteinander zu vernetzen, auszutauschen und einander zu unterstützen.

Gab es für Sie neue Kontakte, die bleiben werden?
Ich knüpfte Kontakte mit einigen jungen Frauen aus der Branche. Damit wir uns auch künftig regelmässig austauschen können, riefen wir eine WhatsApp-Gruppe ins Leben. Ich nahm zudem am Mentoring-Programm teil. Dabei erhalten einige Nachwuchskräfte die Möglichkeit, sich ein Jahr lang mit einem erfahrenen Branchenprofi zu vernetzen. Meine Mentorin ist Gaëlle Toquin von Fischer Sauerländer. Aktuell tauschen wir uns jede Woche oder alle 14 Tage aus – je nachdem, wie viel Zeit wir beide haben.

Was nahmen Sie abschliessend mit nach Hause?
Auf jeden Fall sehr viel Motivation für die Arbeit. Aber auch viele Möglichkeiten, sich weiter zu verknüpfen, sich weiter für die Branche zu engagieren und meinen eingeschlagenen Weg darin weiterzuverfolgen.

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Laureen Moschner. Foto: Christof Jakob

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