Schweizer Buchhändler-
und Verleger-Verband

Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 44/2021 vom 18. November 2021

9. Biodiversität in der westlichen Literatur
9. Wenn die «Eiche» zum «Baum» wird

Die biologische Vielfalt in der Wortwahl nimmt in der westlich geprägten Literatur seit 1830 kontinuierlich ab. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam, das rund 16’000 Werke, die zwischen 1705 und 1969 erschienen sind, auf die Nennung von Biodiversitätskomponenten hin untersucht hat. Die Häufigkeit, Dichte und Ausdrucksvielfalt von Bezeichnungen für Tiere und Pflanzen in der Literatur stieg bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts an und nahm danach kontinuierlich ab. Eine Tendenz zur Verwendung weniger spezifischer Bezeichnungen ist ab 1835 feststellbar. Das bedeutet zum Beispiel, dass eher das Wort «Baum» statt einer konkreteren Bezeichnung wie «Eiche» benutzt wurde. Der anfängliche Anstieg der biologischen Vielfalt in der Literatur ist als Folge von Entdeckungen und Kolonialisierungen grosser Teile der Welt durch die europäische Zivilisation zu werten: So tauchten neue Begriffe wie Papagei, Banane oder Panther auf. Die Verbesserung von Forschung und Bildung im Zeitalter der Aufklärung könnte ein weiterer Grund für den Anstieg sein. Mit der Industrialisierung, Urbanisierung und den damit verbundenen Landnutzungsänderungen beginne auch der Rückgang der Bezeichnungen, heisst es in der Studie. (Quelle: Forum Biodiversität Schweiz)

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